Pinterest Analytics – was sagen dir die Zahlen?

von | 9. Apr. 26 | Pinterest | 0 Kommentare

Du öffnest dein Pinterest-Konto, klickst auf „Statistiken“. Du merkst schnell, dass Pinterest Analytics verstehen gar nicht so leicht ist, wenn dich ein Dashboard voller Zahlen erwartet. Impressionen in die Hunderttausende, Saves irgendwo dazwischen. Monatliche Betrachter oben rechts in einer Größe, die sich erst gut anfühlt, aber dann doch keine Antwort gibt. Und dann die Frage, die sich leise einschleicht: Bedeutet das jetzt, dass es läuft? Oder tue ich schon wieder das Falsche?

Die gute Nachricht ist: Du brauchst nicht jede Zahl zu verstehen. Du brauchst nur die richtigen und ein bisschen Einordnung, damit du weißt, was dir dein Pinterest-Account eigentlich sagen will. Genau darum geht es in diesem Artikel. Kein Zahlen-Dschungel, keine überfrachteten Dashboards. Sondern ein klarer Blick auf das, was wirklich zählt, damit Pinterest für dich arbeiten kann anstatt dich zu verwirren.

Bevor wir tiefer einsteigen, hier erstmal das Wichtigste in Kurzform:

Das Wichtigste zu Pinterest Analytics auf einen Blick

    Pinterest Analytics zeigt dir, wie deine Inhalte auf der Plattform performen. Aber nicht jede Zahl ist gleich wichtig. Wenn du mit Pinterest mehr Website-Traffic aufbauen willst, sind vor allem diese Punkte entscheidend:
  • Impressionen zeigen dir, ob deine Pins ausgespielt werden.
  • Ausgehende Klicks sind die wichtigste Kennzahl, wenn du wissen willst, ob jemand von Pinterest auf deine Website kommt.
  • Merken-Aktionen können ein Hinweis darauf sein, dass ein Thema relevant oder ansprechend ist.
  • Interaktionenzeigen, ob Nutzer überhaupt auf deinen Pin reagieren.
  • Die gesamte Zielgruppe gibt dir einen groben Überblick, sagt aber allein noch wenig über den Erfolg deiner Inhalte aus.
  • Wichtig ist nicht, jede Zahl ständig zu beobachten. Viel hilfreicher ist es, regelmäßig mit einem klaren Blick hinzuschauen und zu prüfen: Welche Inhalte bringen Reichweite, welche bringen Klicks und welche bringen dir am Ende wirklich etwas?

Was Pinterest Analytics dir überhaupt zeigt (und was nicht)

Pinterest Analytics ist das eingebaute Statistik-Tool, das dir zeigt, wie deine Inhalte auf der Plattform performen. Du findest es in deinem Business-Account unter „Analyse“. Dort bekommst du eine Übersicht über deinen Account als Ganzes. Über einzelne Pins und, ab einer gewissen Konto-Größe, auch über deine Zielgruppe. Das klingt erstmal umfassend, und in gewisser Weise ist es das auch.

Aber Pinterest Analytics zeigt dir immer nur das, was auf Pinterest selbst passiert. Was deine Besucherinnen und Besucher auf deiner Website tun, nachdem sie auf einen Pin geklickt haben, erfasst Pinterest Analytics nicht. Dafür brauchst du Google Analytics oder die Google Search Console. Pinterest Analytics und Website-Analytics ergänzen sich also. Das eine sagt dir, wie deine Pins auf der Plattform ankommen, das andere, was danach auf deiner Website passiert. Beide Perspektiven zusammen ergeben das vollständige Bild.

Noch etwas ist wichtig, bevor du anfängst, deine Zahlen zu interpretieren: Pinterest ist eine Suchmaschine, kein klassischer Social-Media-Kanal. Das bedeutet, dass Wachstum hier langsamer kommt als auf Instagram oder Facebook. Ein Pin, den du heute veröffentlichst, kann in drei Monaten seinen Traffic-Peak erreichen, oder sogar erst in einem Jahr. Das ist kein Fehler in deiner Strategie. Das ist, wie Pinterest funktioniert. Und genau das macht die Plattform so wertvoll für nachhaltiges Marketing.

Damit du dich im Zahlen-Dschungel besser zurechtfindest, hier erstmal die wichtigsten Kennzahlen auf einen Blick:

Die fünf wichtigsten Pinterest-Analytics Kennzahlen auf einen Blick: Impressionen, Ausgehende Klicks, Merken-Aktionen, Interaktionen und Gesamte Zielgruppe.

Die wichtigsten Kennzahlen – und was sie bedeuten

Im Pinterest-Dashboard begegnest du einer Reihe von Begriffen, die auf den ersten Blick ähnlich klingen, aber ganz unterschiedliche Dinge messen. Damit du weißt, worauf du wirklich achten solltest, erkläre ich dir hier die wichtigsten Kennzahlen.

Impressionen zeigen dir, wie oft dein Pin in der Startseite, in Suchergebnissen oder auf anderen Pinnwänden angezeigt wurde. Eine hohe Impressionszahl bedeutet, dass Pinterest deinen Pin aktiv ausspielt – das ist grundsätzlich gut. Sie sagt aber noch nichts darüber aus, ob jemand wirklich Interesse hatte oder draufgeklickt hat. Impressionen sind ein Sichtbarkeits-Signal, kein Erfolgs-Signal. Sie zeigen dir das Potenzial deiner Inhalte, nicht ihre Wirkung.

Saves (oder: Merken) sind schon aussagekräftiger. Jemand speichert deinen Pin auf einer eigenen Pinnwand. Diese Person findet deinen Inhalt relevant, und möchte ihn für später aufheben. Saves sind ein starkes Signal für Relevanz und Qualität. Sie sorgen dafür, dass dein Pin weiter verbreitet wird, weil er nun auf einer weiteren Pinnwand auftaucht. Damit wird der Pin von noch mehr Menschen gesehen. Ein Pin mit vielen Saves ist ein Pin, der für sich selbst arbeitet.

Pin-Klicks zeigen dir, wie oft jemand auf deinen Pin geklickt hat, um ihn größer zu sehen oder mehr Details anzuschauen. Das ist ein Zeichen von Interesse, aber noch kein Websitebesuch. Wer einen Pin anklickt, ist neugierig. Wer dann auf den Link in der Pin-Beschreibung klickt und auf deiner Website landet, ist wirklich interessiert. Diese zwei Schritte sind wichtig zu unterscheiden.

Outbound Clicks sind genau das: die Klicks, die von Pinterest auf deine Website führen. Das ist die Zahl, die am direktesten mit deinen Geschäftszielen zusammenhängt. Wer auf deine Website kommt, kann deinen Blogartikel lesen, dein Freebie herunterladen oder dein Angebot kennenlernen. Outbound Clicks sind der eigentliche Schritt vom Entdecken zum Ankommen. Damit sind sie aus meiner Sicht die wertvollste Kennzahl, die Pinterest dir bietet.

Die Click-through-Rate (CTR) setzt deine Impressionen und Outbound Clicks ins Verhältnis. Sie zeigt dir, wie viel Prozent der Menschen, denen dein Pin angezeigt wurde, auch wirklich auf deine Website geklickt haben. Eine typische CTR auf Pinterest ist niedrig. Das ist normal und kein Grund zur Sorge. Spannend wird es, wenn du deine eigenen Pins miteinander vergleichst. Welche Pins haben eine deutlich höhere CTR als andere, und was unterscheidet sie. Thema, Design, Formulierung?

💡 Merke dir diesen Artikel auf Pinterest, damit du ihn später lesen kannst oder teile ihn auf LinkedIn.

Frau sitzt am Laptop und analysiert ihre Pinterest Zahlen

Welche Zahlen wirklich zählen – und welche du getrost ignorieren kannst

Wenn du dein Pinterest-Dashboard öffnest, fällt dir wahrscheinlich als Erstes die Zahl der monatlichen Betrachter auf. Groß, prominent, manchmal in sechsstelliger Höhe. Diese Zahl klingt eindrucksvoll, und sie wird gerne in Social-Media-Screenshots geteilt. Aber sie ist die am wenigsten aussagekräftige Kennzahl, die Pinterest dir bietet. Monatliche Betrachter zeigen, wie viele Menschen irgendeinen deiner Pins in den letzten 30 Tagen gesehen haben. Diese Zahl ist unabhängig davon, ob sie geklickt, gespeichert oder sich überhaupt daran erinnert haben, was sie gesehen haben. Diese Zahl kann stark schwanken, ohne dass sich an deiner tatsächlichen Performance irgendetwas geändert hat.

Was stattdessen wirklich zählt, sind zwei Werte: Saves und Outbound Clicks. Saves zeigen dir, dass dein Inhalt als wertvoll wahrgenommen wird. Outbound Clicks zeigen dir, dass Menschen tatsächlich auf deine Website kommen. Behalte diese beiden Kennzahlen regelmäßig im Blick. Damit hast du alles, was du für eine Einschätzung deiner Pinterest-Performance brauchst.

Wenn du bei bestimmten Pins mehr Outbound Clicks oder Saves siehst als bei anderen, ist das ein Signal, dass dieses Thema, Format oder dieser Textoverlay bei deiner Zielgruppe ankommt. Wenn du über Monate kaum Outbound Clicks bekommst, obwohl deine Impressionen gut sind lohnt es sich, Pin-Design und Pin-Beschreibungen zu überarbeiten.

Eine Falle, in die viele tappen, ist die Zahlen-Obsession. Täglich ins Dashboard schauen, jede kleine Schwankung ernst nehmen, in Panik geraten, wenn die Impressionen eine Woche lang sinken. Pinterest braucht Geduld und Konstanz, keine tägliche Kontrolle. Einmal pro Woche kurz hinschauen reicht vollkommen, um den Überblick zu behalten, ohne sich in den Zahlen zu verlieren.

Einzelne Pins analysieren: Was lohnt sich, was nicht?

Wenn du über die Account-Übersicht hinaus tiefer eintauchen möchtest, lohnt sich ein Blick auf deine leistungsstärksten Pins. Du findest diese unter „Analyse“ → „Top-Pins“. Dort siehst du, welche Pins in einem bestimmten Zeitraum die meisten Impressionen, Saves oder Outbound Clicks hatten. Diese Liste ist eine echte Fundgrube, wenn du wissen willst, was bei deiner Zielgruppe wirklich funktioniert und womit du in Zukunft öfter punkten kannst.

Schau dir deine Top-Pins gezielt an und frag dich: Was haben sie gemeinsam? Handelt es sich um ähnliche Themen? Einen bestimmten Stil beim Textoverlay? Eine bestimmte Farbe oder ein Format, das du wiederholt eingesetzt hast? Oft zeigen sich dabei Muster, die du für künftige Pins nutzen kannst.

Interessant ist auch der Unterschied zwischen Pins mit vielen Saves und Pins mit vielen Outbound Clicks. Ein Pin, der viele Saves bekommt, aber wenige Klicks auf deine Website bringt, ist möglicherweise optisch ansprechend und thematisch relevant. Der Mehrwert, den du auf deiner Website bietest, wird aber in der Beschreibung oder im Textoverlay noch nicht klar kommuniziert. Hier könnte eine andere Formulierung oder ein direkterer Hinweis auf deinen Artikel helfen.

Ein Pin mit vielen Outbound Clicks, aber wenigen Saves, funktioniert als Traffic-Bringer gut. Er könnte aber von noch mehr Menschen gefunden werden, wenn er häufiger gespeichert wird. Hier lohnt es sich zu überlegen, ob das Bild oder der Textoverlay überzeugend genug ist, um zum Speichern zu animieren. Beide Szenarien geben dir konkrete Ansatzpunkte, ohne dass du alles von Grund auf neu denken musst.

Zielgruppen-Insights: Ein Blick auf dein Publikum

Unter dem Reiter „Zielgruppe“ findest du, wenn dein Account eine gewisse Größe erreicht hat, Informationen darüber, wer deine Inhalte anschaut. Pinterest zeigt dir dort Daten zu Interessen, Standorten und genutzten Geräten. Diese Angaben sind mit einer gewissen Gelassenheit zu betrachten. Sie basieren auf dem Nutzerverhalten auf der Plattform und sind keine exakte Wissenschaft. Aber sie können trotzdem nützliche Hinweise für deine Content-Strategie geben.

Wenn du siehst, dass deine Zielgruppe überwiegend mobil surft, ist das ein guter Grund, darauf zu achten, dass deine Website auf dem Smartphone gut aussieht und schnell lädt. Wenn du erkennst, dass bestimmte Interessengebiete besonders stark vertreten sind, kannst du das in deine Themenplanung einflieSSen lassen. Und der Standort gibt dir einen groben Hinweis darauf, in welchen Regionen deine Inhalte besonders gut ankommen. Das wird relevant, wenn du Angebote entwickelst oder sprachliche Nuancen berücksichtigen möchtest.

Ein ehrlicher Hinweis: Die Zielgruppen-Daten sind erst dann wirklich aussagekräftig, wenn dein Account eine gewisse Datenbasis aufgebaut hat. Wenn du noch am Anfang stehst oder erst seit wenigen Monaten aktiv pinnst, konzentriere dich lieber auf Saves und Outbound Clicks. Das bringt dir in dieser Phase deutlich mehr als statistische Auswertungen mit zu kleiner Grundlage.

Mein persönlicher Analytics-Rhythmus: So mache ich das

Ich schaue einmal pro Woche kurz in mein Pinterest-Dashboard. Nicht um jede Zahl zu analysieren, sondern um ein Gefühl dafür zu behalten, was gerade passiert. Das dauert vielleicht fünf bis zehn Minuten. Ich stelle mir dabei drei Fragen: Welcher Pin hat diese Woche die meisten Outbound Clicks gebracht? Gibt es einen Pin, der sich besonders viele Saves geholt hat? Und: Gibt es irgendetwas Auffälliges, das ich mir für die nächste Woche merken möchte?

Einmal im Monat nehme ich mir etwas mehr Zeit. Ungefähr eine halbe Stunde. Ich vergleiche die Entwicklung über die letzten vier Wochen. Dabei geht es nicht darum, Perfektion anzustreben oder jede Schwankung erklären zu müssen. Es geht darum, Trends zu erkennen: Welche Themen kommen bei meiner Zielgruppe gut an? Was kann ich häufiger pinnen? Und was darf ich getrost loslassen, weil es einfach nicht funktioniert?

Was ich dabei immer wieder neu lerne: Pinterest braucht keine tägliche Aufmerksamkeit. Es braucht Geduld und Konsequenz. Ein Pin, der heute kaum gesehen wird, kann in drei Monaten plötzlich durchstarten. Weil ihn jemand gespeichert hat, oder ein bestimmtes Thema wieder aktuell wird oder weil Pinterest ihn neu ausspielt. Das ist das Schöne an dieser Plattform: Deine Inhalte arbeiten weiter, auch wenn du gerade mit anderen Dingen beschäftigt bist.

Fazit

Pinterest Analytics muss kein Stressfaktor sein. Wenn du weißt, welche zwei oder drei Zahlen wirklich etwas über den Erfolg deiner Inhalte aussagen, kannst du bewusster pinnen. Saves und Outbound Clicks sind deine wichtigsten Orientierungspunkte. Die monatlichen Betrachter sind nett, aber nicht entscheidend. Und ein wöchentlicher Kurzcheck reicht völlig, um den Überblick zu behalten, ohne dich in Zahlen zu verlieren.

Leises Marketing braucht keine Echtzeit-Kontrolle, sondern einen klaren Blick aufs Wesentliche. Pinterest gibt dir genau diesen Blick – wenn du weißt, wohin du schauen musst.

Weiterdenken: Kommt dein Traffic auch wirklich an?

Du hast jetzt ein klareres Bild davon, welche Pinterest-Zahlen wirklich zählen – und das ist ein echter Schritt nach vorne. Aber es gibt noch eine Frage, die sich viele stellen, ohne sie laut auszusprechen. Was passiert eigentlich, wenn der Traffic, den Pinterest schickt, auf meiner Website landet? Ist meine Website klar genug, damit aus Besucherinnen wirklich Interessentinnen werden?

Genau das schauen wir uns gemeinsam im Website Klarheits-Check an. In 90 Minuten gehen wir deine Website durch. Danach weißt du was du konkret verbessern kannst, damit dein Pinterest-Marketing auch wirklich ankommt. Alle Infos findest du hier: Website Klarheits-Check

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Hol dir meinen Newsletter

Du bekommst jeden Donnerstag Tipps und Neuigkeiten rund ums Pinterest-Marketing und Bloggen.

Das hat geklappt!