Der Pinterest Funnel: Mit TOFU, MOFU & BOFU Kunden gewinnen

von | 14. März 26 | Pinterest | 0 Kommentare

Du schreibst einen Blogartikel, gibst dir Mühe mit dem Text, klickst auf Veröffentlichen – und dann hörst du: nichts. Kein merkbarer Traffic-Anstieg, kaum Reaktionen. Genau hier kommt der Pinterest Funnel ins Spiel, denn Pinterest ist nicht einfach eine weitere Plattform, auf der du dich täglich zeigen musst. Es ist ein ruhiger, durchdachter Weg, wie deine Inhalte langfristig die richtigen Menschen erreichen – auch dann, wenn du gerade offline bist, Pause machst oder einfach keine Lust aufs Posten hast.

Was viele nicht wissen: Pinterest funktioniert anders als Instagram oder Facebook. Es ist keine Social-Media-Plattform im klassischen Sinne, sondern eine visuelle Suchmaschine. Menschen kommen dorthin, weil sie aktiv nach Lösungen, Inspiration und Antworten suchen. Sie suchen nach genau dem, was du ihnen gibst. Das ist ein riesiger Unterschied – und gleichzeitig der Grund, warum Pinterest so gut in einen strukturierten Funnel passt.

In diesem Artikel zeige ich dir, wie du Pinterest bewusst in drei Phasen einsetzt: von der ersten Begegnung mit deiner Zielgruppe über den Aufbau von Vertrauen bis hin zum Moment, in dem aus einer neugierigen Leserin eine echte Anfrage wird. Du musst dafür kein Marketing-Profi sein und auch keine hundert Pins pro Woche erstellen. Du brauchst nur ein Verständnis dafür, wie Menschen auf Pinterest unterwegs sind – und wie du da sein kannst, wo sie suchen.

Was ist ein Pinterest Funnel?

Ein Funnel – auf Deutsch auch „Trichter“ genannt – beschreibt den Weg, den ein Mensch zurücklegt, bevor er zu einer Kundin wird. Oben im Trichter sind viele Menschen, die dich noch gar nicht kennen. Weiter unten werden es weniger – aber dafür genau die richtigen. Beim Pinterest Funnel passiert genau dieser Prozess, nur eben auf einer Plattform, die dafür besonders gut geeignet ist: ruhig, suchbasiert und langfristig wirksam.

Der Unterschied zu anderen Kanälen ist dabei entscheidend. Auf Instagram oder TikTok kämpfst du um Aufmerksamkeit in einem Strom aus Inhalten, die heute sichtbar sind und morgen schon vergessen. Pinterest funktioniert umgekehrt. Ein Pin, den du heute erstellst, kann in drei Monaten noch geklickt werden – oder in einem Jahr. Weil Menschen auf Pinterest nicht scrollen, um sich zu berieseln, sondern weil sie aktiv suchen. Nach Ideen, Lösungen, Antworten. Das macht den Unterschied zwischen Reichweite, die verpufft, und Sichtbarkeit, die bleibt.

Die Customer Journey auf Pinterest folgt dabei einem natürlichen Rhythmus. Jemand entdeckt deinen Pin zufällig bei einer Suche – und klickt vielleicht gar nicht sofort. Sie speichert ihn, kommt später wieder, liest deinen Blogartikel, trägt sich in deinen Newsletter ein. Und irgendwann, wenn der Moment stimmt, meldet sie sich. Dieser Weg braucht Zeit – aber er passiert, ohne dass du täglich präsent sein musst. Genau das macht einen gut durchdachten Pinterest Funnel so wertvoll für alle, die nachhaltiges Marketing dem Social-Media-Hamsterrad vorziehen.

Der Pinterest Funnel bestehend aus TOFU, MOFU und BOFU.

TOFU – Top of Funnel: Sichtbarkeit & Reichweite aufbauen

Die Zielgruppe im TOFU-Stadium verstehen

Im obersten Teil des Funnels triffst du auf Menschen, die dich noch nicht kennen. Sie sind nicht gezielt auf der Suche nach dir oder deinem Angebot – aber sie suchen nach Themen, die genau zu dir passen. Vielleicht tippen sie „Pinterest für Blogger“ in die Suchleiste, oder „mehr Website-Traffic ohne Social Media“. Sie sind neugierig, offen, noch unentschlossen. Dein Ziel in dieser Phase ist nicht, sofort zu verkaufen, sondern einfach da zu sein – sichtbar, hilfreich und einladend. Das Schöne daran: Du musst diese Menschen nicht aktiv ansprechen oder ihnen hinterherlaufen. Sie kommen zu dir, weil Pinterest sie zu dir führt. Vorausgesetzt, deine Inhalte sind so gestaltet, dass die Plattform sie auch findet und ausspielt

Die richtigen Inhalte für den TOFU

Im TOFU geht es vor allem um Inspiration und erste Orientierung. Deine Pins sollen Menschen ansprechen, die ein Thema gerade erst entdecken oder nach einem neuen Weg suchen. Das bedeutet: leichte, ansprechende Inhalte, die neugierig machen – ohne zu überfordern. Grafisch ansprechende Pins mit klaren Titeln funktionieren hier besonders gut, genauso wie Video Pins, die einen kurzen, wertvollen Einblick in dein Thema geben. Auch Pins, die direkt zu einem Blogartikel führen, sind im TOFU stark – solange der Titel sofort klar macht, was die Leserin erwartet.

Videoinhalte gewinnen auf Pinterest zunehmend an Reichweite und eignen sich gut, um in dieser frühen Phase Aufmerksamkeit zu erzeugen. Wichtig ist dabei nicht die Perfektion, sondern die Klarheit. Was ist das Thema? Was nimmt die Person mit? Je schneller das auf den ersten Blick erkennbar ist, desto besser.

SEO-Strategie für den TOFU

Pinterest ist eine Suchmaschine – und das bedeutet, dass Keywords keine Nebensache sind, sondern der Kern deiner Sichtbarkeitsstrategie. Wenn du tiefer ins Thema einsteigen möchtest, habe ich alles über Pinterest SEO in diesem Artikel zusammengefasst. Wer im TOFU gefunden werden möchte, muss mit den Begriffen arbeiten, die seine Zielgruppe tatsächlich eingibt. Das klingt technischer als es ist. Im Grunde geht es darum, sich zu fragen: Wonach würde jemand suchen, der mein Thema noch gar nicht kennt?

Diese Keywords gehören in den Pin-Titel, in die Beschreibung und in den Namen deiner Boards. Pinterest liest all das, um zu entscheiden, wem es deine Inhalte zeigt. Eine gute Keyword-Recherche muss kein stundenlanger Prozess sein – oft reicht es, die Pinterest-Suchleiste selbst zu nutzen und zu schauen, welche Begriffe dort automatisch vorgeschlagen werden. Das sind echte Suchanfragen echter Menschen, und genau dort setzt du an.

Die Pinterest Trends zeigen dir die aktuellen Suchtrends.

KPIs im TOFU messen

Im TOFU misst du vor allem Reichweite und erste Interaktionen. Impressionen zeigen dir, wie oft deine Pins ausgespielt wurden. Outbound Clicks verraten dir, wie viele Menschen tatsächlich auf deinen Pin geklickt und deine Website besucht haben. Saves sind ebenfalls ein gutes Zeichen – sie bedeuten, dass jemand deinen Inhalt für später aufgehoben hat, weil er relevant wirkte. Das ist stiller Applaus, der oft unterschätzt wird. Erwarte im TOFU noch keine Anfragen oder Käufe. Diese Phase legt das Fundament. Wer hier geduldig und konstant arbeitet, schafft eine Basis, auf der die nächsten Funnel-Stufen wirklich funktionieren können.

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Frau tippt am Laptop

MOFU – Middle of Funnel: Vertrauen aufbauen & Interesse vertiefen

Den Nutzer vom Scrollen zum Nachdenken bringen

Wer jetzt noch da ist, hat bereits einen ersten Schritt gemacht. Sie hat deinen Pin gesehen, etwas geklickt, vielleicht einen Artikel gelesen. Sie kennt dich noch nicht wirklich – aber sie ist neugierig geworden. Genau das ist der Moment, in dem der MOFU beginnt. Es geht nicht mehr nur darum, gesehen zu werden, sondern darum, in Erinnerung zu bleiben. Und das gelingt nicht durch mehr Lautstärke, sondern durch mehr Tiefe.

In dieser Phase findet eine kleine, aber wichtige Verschiebung statt: Die Person beginnt, sich zu fragen, ob das hier wirklich etwas für sie ist. Ob du die Richtige bist. Ob deine Inhalte ihr wirklich weiterhelfen. Deine Aufgabe ist es, genau diese Fragen zu beantworten – ohne Druck, ohne Versprechen, die sich aufgesetzt anfühlen. Einfach durch echten Mehrwert.

Content-Formate für den MOFU

Im MOFU darf der Inhalt ruhig etwas tiefer gehen. Tutorials, How-to-Artikel und Schritt-für-Schritt-Anleitungen sind hier besonders wirksam, weil sie zeigen, dass du nicht nur weißt, wovon du sprichst – sondern dass du es auch verständlich erklären kannst. Das schafft Vertrauen, ganz ohne dass du dich groß selbst bewerben musst. Infografiken mit echtem Informationsgehalt funktionieren im MOFU ebenfalls sehr gut. Sie werden häufig gespeichert, immer wieder angeschaut und geteilt – und bringen damit auch später noch neue Menschen in deinen Funnel. Carousel Pins eignen sich wunderbar, um ein Thema in mehreren Schritten zu erklären und die Leserin durch einen kleinen Gedankengang zu begleiten. Der Schlüssel in dieser Phase ist nicht die Menge der Inhalte, sondern ihre Relevanz. Ein einziger Artikel, der genau das anspricht, wonach deine Wunschkundin sucht, wirkt mehr als zehn oberflächliche Pins.

Pinterest und dein Blog: Die perfekte Symbiose

Dein Blog und Pinterest gehören zusammen wie Kaffee und ein ruhiger Morgen. Pinterest bringt die Menschen zu dir – und dein Blog gibt ihnen einen Grund zu bleiben. Wenn jemand über einen Pin auf deinen Blogartikel kommt und dort das findet, was sie gesucht hat, entsteht Vertrauen. Und Vertrauen ist die Grundlage für alles, was danach kommt.

Genau deshalb lohnt es sich, deine Blogartikel so zu gestalten, dass sie nicht nur informieren, sondern auch einladen. Ein gut platziertes Freebie, ein Newsletter-Opt-in oder ein weiterführender Artikel halten die Person in deiner Welt – und verwandeln einen flüchtigen Besuch in eine echte Verbindung. Lead Magnets, die im MOFU besonders gut funktionieren, sind solche, die ein konkretes Problem lösen oder einen nächsten Schritt erleichtern. Eine Checkliste, eine Mini-Anleitung, ein kurzes Workbook – etwas, das sofort nützlich ist und gleichzeitig zeigt, wie du denkst und arbeitest.

Retargeting im MOFU

Wer deine Website bereits besucht hat, ist kein Fremder mehr. Mit Pinterest Ads kannst du genau diese Menschen gezielt wieder ansprechen – nicht mit einem Verkaufsangebot, sondern mit weiterführenden Inhalten, die ihr Interesse vertiefen. Das nennt sich Retargeting, und es ist im MOFU ein besonders feines Werkzeug, weil es so unauffällig wirkt. Die Person sieht einen Pin, der zu dem passt, womit sie sich gerade beschäftigt – und kommt zurück, weil es sich stimmig anfühlt, nicht weil sie bedrängt wird. Custom Audiences lassen sich direkt aus deinem Website-Traffic oder deiner E-Mail-Liste aufbauen. So erreichst du Menschen, die bereits ein erstes Vertrauen gefasst haben – und begleitest sie sanft weiter, ohne aufdringlich zu sein.

KPIs im MOFU messen

Im MOFU verschiebt sich der Blick von der reinen Reichweite hin zu echten Verbindungen. Interessant sind jetzt vor allem die Klickrate auf deine Blogartikel, die Verweildauer auf deiner Website und natürlich die Anzahl der Newsletter-Anmeldungen, die über Pinterest-Traffic entstehen. Saves sind weiterhin ein gutes Zeichen, aber der entscheidende Indikator ist, ob die Menschen, die zu dir kommen, auch bleiben – und sich eintragen. Denn wer in deinem Newsletter ist, hat dir eine echte Einladung gegeben. Und das ist im MOFU der wertvollste Schritt.

BOFU – Bottom of Funnel: Kaufentscheidungen auslösen

Kaufbereite Nutzerinnen auf Pinterest erkennen

Wer jetzt noch in deinem Funnel ist, hat einen längeren Weg zurückgelegt. Sie hat dich entdeckt, deinen Content gelesen, vielleicht deinen Newsletter abonniert. Sie kennt deine Sprache, sie vertraut deiner Expertise – und sie überlegt, ob sie den nächsten Schritt macht. Im BOFU geht es genau darum: diesen Moment zu begleiten, ohne zu drängen.

Kaufbereite Menschen auf Pinterest erkennst du daran, dass sie sehr konkret suchen. Nicht mehr „Pinterest Tipps für Anfänger“, sondern „Pinterest Kurs für Bloggerinnen“ oder „Pinterest Strategie für Coaches“. Die Suchanfragen werden spezifischer, die Absicht dahinter klarer. Das ist dein Signal, mit ebenso klaren und konkreten Inhalten präsent zu sein.

Content-Formate für den BOFU

Im BOFU darf dein Content direkt sein – nicht aufdringlich, aber klar. Menschen in dieser Phase brauchen keine weitere Inspiration mehr. Sie brauchen Orientierung und Sicherheit, dass sie die richtige Entscheidung treffen. Pins, die direkt zu einer Angebotsseite, einer Verkaufsseite oder einer Buchungsseite führen, haben hier ihren Platz. Genauso wie Inhalte, die konkrete Ergebnisse zeigen, Fragen beantworten oder typische Einwände sanft auflösen.

Testimonials und Erfahrungsberichte wirken im BOFU besonders stark, weil sie echte Resonanz zeigen. Wenn jemand kurz vor einer Entscheidung steht, sucht sie nach Bestätigung – nicht durch Versprechen, sondern durch Erlebnisse anderer Menschen, die sich in derselben Situation befunden haben. Ein Pin mit einem kurzen, ehrlichen Zitat einer Kundin kann hier mehr bewirken als jede ausgeklügelte Werbestrategie.

Pinterest Shopping & Kataloge

Wer physische Produkte oder digitale Angebote verkauft, kann auf Pinterest einen direkten Verkaufskanal aufbauen. Über den Produktkatalog lassen sich Angebote direkt mit Pinterest verknüpfen, sodass Nutzerinnen ein Produkt sehen, den Preis erfahren und mit einem Klick auf die Kaufseite gelangen – ohne Umwege. Product Pins zeigen automatisch aktuelle Preise und Verfügbarkeiten an und wirken dadurch besonders vertrauenswürdig. Für Dienstleisterinnen, Coaches oder Bloggerinnen ohne klassischen Online-Shop ist das zwar weniger relevant – aber auch hier lohnt es sich, Pins zu erstellen, die direkt auf konkrete Angebote verweisen. Ein Pin, der zu einem Erstgespräch einlädt oder ein digitales Produkt vorstellt, kann im BOFU genau den letzten Impuls geben, den jemand noch gebraucht hat.

Die Rolle von Pinterest Ads im BOFU

Organische Pins brauchen Zeit – und das ist gut so. Aber im BOFU kann es sich lohnen, mit gezielten Pinterest Ads nachzuhelfen. Besonders Conversion Campaigns, die auf eine konkrete Handlung ausgerichtet sind, funktionieren hier gut. Du erreichst damit Menschen, die bereits Interesse gezeigt haben – zum Beispiel deine Website besucht, aber noch nicht gebucht haben. Retargeting von Website-Besucherinnen oder Menschen, die eine bestimmte Seite aufgerufen, aber den nächsten Schritt noch nicht gemacht haben, ist im BOFU besonders effektiv. Das Budget muss dabei nicht groß sein. Wichtiger als die Investitionshöhe ist die Genauigkeit: der richtige Inhalt, für die richtige Person, zum richtigen Zeitpunkt.

KPIs im BOFU messen

Im BOFU zählt das Ergebnis. Die relevantesten Kennzahlen sind jetzt Conversions – also wie viele Menschen eine gewünschte Handlung ausgeführt haben, sei es eine Buchung, ein Kauf oder eine Anmeldung. Wer mit Pinterest Ads arbeitet, schaut zusätzlich auf den ROAS (Return on Ad Spend) und die Cost per Acquisition, also was eine Neukundin im Durchschnitt kostet. Für Dienstleisterinnen ohne direkten Shop ist die wichtigste Zahl oft schlicht die Anzahl der Erstgespräche oder Anfragen, die über Pinterest-Traffic entstehen. Das lässt sich gut über UTM-Parameter in Google Analytics nachverfolgen – so siehst du genau, welche Pins tatsächlich zu Anfragen geführt haben. Denn am Ende des Funnels geht es nicht um Impressionen oder Saves. Es geht darum, ob die richtigen Menschen den Weg zu dir gefunden haben – und ob sie geblieben sind.

📌 Die wichtigsten Erkenntnisse über den Pinterest Funnel

  • Pinterest ist keine Social-Media-Plattform, sondern eine visuelle Suchmaschine – Pins können noch Monate oder Jahre nach ihrer Erstellung gefunden werden
  • Ein Pinterest Funnel besteht aus drei Phasen: TOFU (Sichtbarkeit), MOFU (Vertrauen) und BOFU (Kaufentscheidung)
  • Im TOFU erreichst du neue Menschen über Keywords in Pin-Titeln, Beschreibungen und Board-Namen
  • Im MOFU verwandeln Blogartikel, Tutorials und Freebies flüchtige Besuche in echte Verbindungen
  • Im BOFU begleiten konkrete Pins, Testimonials und gezielte Ads kaufbereite Menschen zur Entscheidung
  • Aus einem einzigen Blogartikel lassen sich Pins für alle drei Funnel-Phasen erstellen
  • Pinterest funktioniert auch ohne Werbebudget – organische Pins bauen langfristig nachhaltige Sichtbarkeit auf

Den gesamten Pinterest Funnel zusammendenken: Eine ganzheitliche Pinterest-Strategie

Content-Planung über alle drei Phasen hinweg

Ein Pinterest Funnel funktioniert nur dann wirklich gut, wenn alle drei Phasen bewusst bespielt werden. Das klingt nach viel Aufwand – ist es aber nicht, wenn du einmal verstanden hast, wie sie zusammenspielen. Stell dir vor, du veröffentlichst einen neuen Blogartikel. Daraus kannst du mehrere Pins erstellen: einen, der neugierig macht und breite Sichtbarkeit erzeugt (TOFU), einen, der tiefer ins Thema einsteigt und zum Lesen einlädt (MOFU), und einen, der konkret auf ein Angebot oder ein Freebie hinweist (BOFU). Derselbe Inhalt, drei verschiedene Perspektiven – und du bist in allen Phasen des Funnels präsent.

Eine grobe Orientierung für die Verteilung: Der größte Teil deines Contents sollte im TOFU angesiedelt sein, weil dort die Reichweite entsteht. Etwa die Hälfte davon fließt in den MOFU, wo Vertrauen aufgebaut wird. Und ein kleinerer, aber gezielter Teil gehört in den BOFU, wo Entscheidungen fallen. Du musst das nicht perfekt ausbalancieren – aber es hilft, beim Erstellen eines Pins kurz zu fragen: Für wen ist das gerade gedacht, und wo steht diese Person in ihrer Reise?

Organisch und bezahlt kombinieren

Pinterest funktioniert hervorragend organisch – und das ist einer der größten Vorteile gegenüber anderen Plattformen. Du kannst ohne Werbebudget echte Reichweite aufbauen, solange du konsequent und strategisch vorgehst. Trotzdem lohnt es sich, Pinterest Ads an den richtigen Stellen einzusetzen, um den Funnel zu beschleunigen oder gezielt zu verstärken. Im TOFU helfen Ads dabei, neue Menschen schneller zu erreichen, besonders wenn du ein neues Thema aufbaust oder saisonale Inhalte bewerben möchtest. Im MOFU eignen sich Ads gut, um warmen Traffic wieder anzusprechen und tiefer in deine Inhalte zu führen. Und im BOFU können gezielte Conversion Campaigns den letzten Impuls geben. Das Budget muss dabei nicht hoch sein. Wer mit kleinen Beträgen testet und schaut, was funktioniert, bevor er mehr investiert, ist gut beraten.

Häufige Fehler beim Pinterest Funnel und wie du sie vermeidest

Der häufigste Fehler ist, ausschließlich TOFU-Content zu erstellen. Reichweite aufzubauen fühlt sich gut an – aber wenn niemand weiß, was er als nächstes tun soll, wenn er auf deiner Website landet, verpufft der Traffic einfach. Jeder Besuch braucht eine Einladung zum Weiterbleiben, sei es ein Freebie, ein Newsletter oder ein weiterführender Artikel.

Ein weiterer Klassiker: kein Tracking eingerichtet zu haben. Wenn du nicht weißt, welche Pins tatsächlich Besuche und Anfragen bringen, tappst du im Dunkeln. Google Analytics in Kombination mit dem Pinterest Tag und UTM-Parametern gibt dir ein klares Bild davon, was wirklich funktioniert – und was du getrost loslassen kannst.

Und dann gibt es noch den Fehler, Pinterest-Traffic nicht weiterzuführen. Jemand kommt auf deine Website, liest deinen Artikel – und dann? Wenn es keinen nächsten Schritt gibt, geht sie einfach wieder. Ein gut platziertes Opt-in, ein passender Link zu einem anderen Artikel oder ein konkreter Hinweis auf dein Angebot sorgt dafür, dass aus einem kurzen Besuch eine echte Verbindung entsteht. Pinterest bringt die Menschen zu dir – aber deine Website und dein Content entscheiden, ob sie bleiben.

Fazit: Pinterest als nachhaltiger Verkaufskanal

Pinterest ist kein schnelles Werkzeug. Es ist kein Kanal, der dir über Nacht hunderte Anfragen beschert oder deinen Traffic in einer Woche verdoppelt. Aber es ist etwas, das viele andere Plattformen nicht bieten können: ein ruhiger, verlässlicher Weg, auf dem deine Inhalte langfristig für dich arbeiten – auch dann, wenn du gerade nicht arbeitest.

Ein durchdachter Pinterest Funnel bedeutet, dass du nicht mehr jede Woche bei null anfängst. Du erstellst Inhalte, die bleiben. Du bist sichtbar für Menschen, die aktiv nach dem suchen, was du anbietest. Und du begleitest sie – von der ersten neugierigen Begegnung über den Aufbau von Vertrauen bis hin zu dem Moment, in dem sie sich melden und sagen: „Ich glaube, du bist genau die Richtige für mich.“

Das Schönste daran ist, dass dieser Weg zu dir passt, ohne dass du dich verbiegen musst. Kein tägliches Posten, kein Algorithmus-Stress, keine Dauerbespäßung. Nur du, deine Inhalte und eine Plattform, die sie dorthin trägt, wo sie hingehören.

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